Geschichte

Der Ursprung des Anbaus von Reben und Oliven in unserer Gegend kann nicht datiert werden, geht aber mindestens auf messapische, d.h. vorrömische Zeiten zurück. Weine aus Apulien sind in römischen Schriften öfters erwähnt, wichtig für uns ist ein Pergament der in unserer unmittelbaren Nachbarschaft gelegenen byzantinischen Einsiedelei San Salvatore aus dem "finsteren" Mittelalter (1179), das die lokalen Weine "Vinum album et rubrum merum" festhält, dass sie sehr geschätzt und über den Hafen von Brindisi nach Libanon und Syrien exportiert wurden.

Auf den ersten Landkarten von Apulien und in mittelalterlichen Ländereienverzeichnissen heisst unsere Gegend "SAROLO" ("Sarlum" zu Römerzeiten). Die Herkunft der Bezeichnung ist ungewiss. Heute - in der fünften Generation des Familienbetriebes - werden die eigenen autochthonen Weine "Sarolo" genannt, um alte Tradition und Name zu ehren und wieder aufleben zu lassen.

SAROLO: Tradition, Mythen und mehr...

In seinem 24. Altersjahr hat sich Marco Emilio Santoro entschlossen sein künftiges Leben auf die Weiterführung der von seinen Ahnen vor anderthalb Jahrhunderten in Apulien begonnen Tätigkeit auszurichten.

Die Wiederinstandstellung der bestehenden Weinberge, insbesondere die Neubewertunghistorischer, autochtoner Rebsorten (aus wenigen im Familienbetrieb überlieferten Exemplaren),die Pflanzung neuer Reben und die Einführung des biologischen Weinbaus brachten eine neue philosophische Ausrichtung des ganzen Betriebes.

Heute kann die Azienda vom Anbau bis zum Verkauf, einschliesslich Kelterung und Abfüllung, alles in eigener Regie bewältigen. Die alten wiedereingeführte Rebsorten - wegen Filossera Ende von 19 Jh. beinahe verschwunden - sind ausserordentlich reich an Poliphenolen - so weisen die roten Trauben des Cucciguaniello der Ernte 2007 laut Untersuchungsbericht des Vorschungsinstitutes C.R.S.A. in Locorotondo (Bari) 4360 mg/kg-davon 1397 mg/Kg Antocyane - auf.

Marco Emilio produziert traditionsgemäss den Wein in Weinberg, was mit der Unterstützung durch die moderne enologische Austattung ein hochwertiges Naturprodukt garantiert. Die Weine manifestieren die Bsonderheit der Trauben und heben den für die rote Erde des Valle d'Itria charakteristischen Geschmack und Duft hervor.

SAROLO - von sarlum - ist eine zum Betrieb gehörenden Ortsbezeichnung, die wiederum Bezug zu zahlreichen Stätten der näheren Umgebung hat, wie die bizantinische Einsidelei, das Römerlager und die mythische Trockenmauer, die die Territorien der messapischen und japigischen Völker trennte. Zeitloses Land, wo Leben und Arbeitsphasen heute noch teilweise durch mystische und von alters her überlieferte Bräuche bestimmt werden und Legenden über Halbgötter, gute Teufel und Briganten in den Erzählungen älterer Leuten noch lebendig sind; vor allem aber ein für den Weinbau geeignetes und seit vorrömischer Zeit dafür genutztes Land. In einem Pergament der Einsidelei aus dem Jahre 1179 wird festge- halten, dass die Weine der Gegend "vinum album et rubrum merum" sehr geschätzt sind und über den Hafen von Brindisi an orientalische Märkten verschifft werden.

Mièro - von merum - wird heute noch im lokalen Dialekt ein echter Wein genannt: Ausdruck, der geeignet ist den Wein und die Leute im Land der Trullis in ihrem Geschicht- und Traditionsbewusstsein zu charakterisieren.

In Würdigung dieser uralten Tradition steht nun der Name SAROLO in der fünften Generation des Familienbetriebes als Marke für die eigenen Weine aus dem VALLE D'ITRIA.

  

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